Die OHG – Das solltest du vor der Gründung über sie wissen!

Die Abkürzung OHG steht für die offene Handelsgesellschaft. Knapp 0,8% aller Gewebetreibender in Deutschland wählen die offene Handelsgesellschaft als Rechtsform. Was du vor der Gründung der OHG wissen solltest und ob es die richtige Wahl für dich ist, erfährst du in diesem Ratgeber.

Die Gründung einer Offenen Handelsgesellschaft

Eine OHG muss von mindestens zwei natürlichen oder juristischen Personen gegründet werden. Für die Gründung ist ein Gesellschaftsvertrag, eine Eintragung in das Handelsregister, sowie eine Gewerbeanmeldung beim zuständigen Gewerbeamt erforderlich.

Für die Gründung der Offenen Handelsgesellschaft ist zuerst ein Gesellschaftsvertrag notwendig. Dieser sollte den Unternehmenszweck, die Anzahl der Gesellschafter und die Vertretungsbefugnis beinhalten. Der zweite Schritt der Gründung, sollte dann die Anmeldung beim zuständigen Gewerbeamt sein. Danach ist man erfolgreich als GbR registriert. Erst mit der Eintragung in das Handelsregister wird aus der GbR eine OHG.

Die Steuern bei der Offenen Handelsgesellschaft

Alle drei Monate müssen bei einer Offenen Handelsgesellschaft Gewerbesteuer gezahlt werden. Diese orientiert sich am Gewinn und ist von Region zu Region unterschiedlich. Außerdem muss noch die Umsatzsteuer entrichtet werden. Wenn Gesellschafter sich Geld von der OHG auf ihr eigenes Konto auszahlen, ist zudem Einkommenssteuer zu zahlen.

Vor- und Nachteile einer Offenen Handelsgesellschaft

Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein, um eine OHG zu gründen

Vorteile:

  • Hohes Ansehen bei Kapitalgebern
  • Kein Mindestkapital notwendig
  • Freie Gestaltung des Gesellschaftervertrags

Nachteile:

  • Buchführung ist notwendig
  • Großes Vertrauen der Gesellschafter untereinander von Nöten
  • Eintragung in das Handelsregister
  • Probleme bei der Nachfolge im Falle des Todes

Die Haftung bei der Offenen Handelsgesellschaft

Prinzipiell haftet die OHG mit ihren Einlagen. Sollte das nicht genügen, so müssen auch die Gesellschafter mit ihrem privaten Vermögen haften.

Die Buchführung bei der Offenen Handelsgesellschaft

Bei der offenen Handelsgesellschaft besteht doppelte Buchführung mitsamt Jahresabschluss sowie Gewinn- und Verlustrechnung.

Für wen ist die OHG die richtige Rechtsform?

Die OHG ist besonders beliebt bei Gründern, die sich im Unternehmensgeschehen aktiv beteiligen wollen und kein persönliches Risiko scheuen

Was du sonst noch über die Offene Handelsgesellschaft wissen solltest

Wer eine GbR gründet, sollte wissen, dass sich bei einem jährlichen Umsatz von mehr 250 000€ diese in eine OHG umwandelt.

Die offene Handelsgesellschaft ist nicht die richtige Rechtsform für dich? Hier findest du noch viele weitere Informationen über andere Rechtsformen.

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