Die KGaA – Das solltest du über diese Rechtsform wissen!

Die Kommanditgesellschaft auf Aktien ist eine Mischung aus Aktiengesellschaft und der Kommanditgesellschaft. Sie gehört zu einer der weniger verbreiterten Rechtsformen in Deutschland. Lediglich bei familiengeführten Betrieben ist die KGaA noch halbwegs verbreitet. Ob die Kommanditgesellschaft auf Aktien in Deutschland die richtige Rechtsform für dich ist und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt, verrate ich dir in diesem Beitrag.

Gründungsvoraussetzungen für eine Kommanditgesellschaft auf Aktien

Um eine KGaA gründen zu können, werden mindestens 50 000 Euro benötigt. Zudem ist eine notariell beglaubigte Satzung notwendig, um eine Kommanditgesellschaft auf Aktien zu gründen. In der Satzung wird unter anderen die Verteilung der ausgegebenen Aktien an die verschiedenen Gesellschafter geregelt. Genau wie die Kommanditgesellschaft, muss auch die Kommanditgesellschaft auf Aktien in das Handelsregister eingetragen werden. Zudem muss man wissen, dass die Kommanditgesellschaft den Zusatz KGaA neben dem Firmennamen stehen haben muss.

Was versteht man unter einem Komplementär und was versteht man unter einem Kommandisten?

Unter einem Komplementär versteht man einen Gesellschafter in einer Kommanditgesellschaft, der persönlich haftet. Der Kommanditist haftet für die Verbindlichkeiten nicht vollständig. Im Gegensatz zum Komplementär haftet er lediglich mit seiner Einlage.

Vor- und Nachteile der Kommanditgesellschaft auf Aktien

Wie bei jeder anderen Rechtsform, gibt es auch bei der Kommanditgesellschaft auf Aktien Vor- und Nachteile. Diese sind:

Die Vorteile einer Kommanditgesellschaft auf Aktien

  • Die Kommanditgesellschaft auf Aktien gilt als sehr übernahmeresistent
  • Einfachere Kapitalbeschaffung als bei der Kommanditgesellschaft
  • Vorstand hat in einer Kommanditgesellschaft auf Aktien eine starke Stellung. Kontrolleinflüsse können so beibehalten werden, auch wenn große Teile des Unternehmens als Aktien verkauft werden

Die Nachteile einer Kommanditgesellschaft auf Aktien

  • Hohes Grundkapital wird für die Gründung der Kommanditgesellschaft auf Aktien benötigt
  • Der Komplementär haftet bei der KGaA persönlich mit seiner Einlage
  • Die Kommanditaktionäre haben nur relativ wenig Einfluss auf Personal bzw. Handlungen des Geschäftsführers

Die Geschäftsführung bei der Kommanditgesellschaft auf Aktien

Wie bei der Aktiengesellschaft wird auch bei der Kommanditgesellschaft auf Aktien ein Vorstand, ein Aufsichtsrat und eine Hauptversammlung benötigt. Bei der KGaA besteht der Vorstand aus den Kommanditisten und den Komplementären. Die Hauptversammlung ist besteht aus den Kommanditaktionären. Der Aufsichtsrat der Kommanditgesellschaft besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Die Aufgabe dieser ist es, die Kommanditaktionäre gegenüber den Komplementären zu vertreten.

 

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