Das solltest du vor der Gründung einer GmbH wissen!

Die GmbH ist eine der bekanntesten Rechtsformen in Deutschland. Die Kapitalgesellschaft ist besonders beliebt bei Gründern und Start-Ups. Für den die GmbH das richtige ist, was eine GmbH kostet und viele weiteren Antworten erhältst du in diesem Artikel.

Was ist eine GmbH?

Die Abkürzung GmbH steht für „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“. Bereits der Name enthält den Grund, warum die GmbH so beliebt bei vielen Gründern ist – die Haftungsbeschränkung. Das bedeutet, dass die Gesellschafter der GmbH im Schadensfall lediglich mit ihrer Stammeinlage und nicht mit ihrem Privatvermögen haften. Neben der Aktiengesellschaft (AG) und der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) gehört auch die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) somit zu den Kapitalgesellschaften.

Was muss ich bei der Gründung einer GmbH alles wissen und was kostet die Gründung? 

Was die Gründung einer GmbH kostet, hängt von verschiedenen Dingen ab. Das sind die Kosten für den Notar, die Kosten für die Erstellung eines Gesellschaftsvertrags, Kosten für die Eintragung in das Handelsregister sowie Kosten für die Erstellung einer Eröffnungsbilanz. Um einen ungefähren Überblick zu erhalten, findest du hier Schätzwerte, die für die Gründung erhoben werden können. Direkt nach der Gründung kommen noch mehr Kosten auf dich zu. Das sind unter anderem die Mitgliedsgebühren für die Industrie- und Handelskammer.

Notarkosten:

Für die Beurkundung und die Anmeldung der GmbH fallen Gebühren an. Die Höhe der Gebühr variiert hier jedoch von GmbH zu GmbH. Grund für die Unterschiede sind die Zahl der Gesellschafter der GmbH und auch die Menge an Arbeitsaufgaben, die der Notar leisten muss. Wer hier Geld sparen möchte, kann im Vorhinein mit seinem Notar absprechen, welche Dinge er selber machen kann. Die Notarkosten liegen meist zwischen 400 und 900 Euro.

Eintragung in das Handelsregister:

Durch das Amtsgericht erfolgt die Eintragung in das Handelsregister. Hier werden Kosten in Höhe von 150€ veranschlagt.

Erstellung einer Eröffnungsbilanz:

Die Erstellung einer Eröffnungsbilanz ist bei der GmbH Pflicht. Kosten für diesen Posten lassen sich nur schlecht schätzen. Wer seine Eröffnungsbilanz  mit einem Bilanzierungsprogramm macht, kann Geld sparen. Wer einen Steuerberater beauftragt, muss dementsprechend mehr zahlen.

Erstellung eines Gesellschaftsvertrags

Der Gesellschaftsvertrag ist essenziell für die Gründung einer GmbH. Je nachdem ob du dich anwaltlich beraten lässt oder eine Vorlage wählst, variiert die Höhe der Kosten. Was ein Gesellschaftsvertrag ist, erfährst du hier.

Was ist eine Stammeinlage?

Als Stammeinlage versteht man die Einlagen der verschiedenen Gesellschafter. Der Betrag muss nicht von allen Gesellschaftern gleich hoch sein. Die Stammeinlage eines einzelnen Mitglieds muss mindestens 1 Euro betragen.

Was ist das Stammkapital?

Unter dem Stammkapital versteht man das gesamte Vermögen der GmbH. Addiert man die Stammeinlagen der einzelnen erhält man das Stammkapital.

Welches Stammkapital benötige ich bei einer GmbH?

Um eine GmbH zu gründen, wird ein Stammkapital von 25 000 Euro benötigt. Diese Summe muss jedoch nicht vollständig von einer Person erbracht werden. Solange die Summe der Stammeinlage von allen Gesellschaftern 25 000 Euro hat, ist die Gründung der GmbH möglich. Jedoch gibt es eine Ausnahme. Wer nicht die vollen 25 000€ für die Stammeinlage hat, kann auch zu Beginn nur die Hälfte des Geldes einzahlen. Das fehlende Kapital sollte jedoch in der nächsten Zeit eingezahlt werden. Sollte auch das zu hoch sein, solltest du dir einmal die UG anschauen. Diese kannst du bereits ab einem Euro gründen und im Schadensfall haftest du auch hier nur mit deinen Einlagen.

Achtung:

Wer mit unter 25 000 Euro eine GmbH gründet, muss im Schadensfall mit seinem Privatvermögen haften. Solltest du also eine GmbH mit geringem Stammkapital gründen, solltest du so schnell wie möglich auf die 25 000 Euro aufstocken.

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